3 kurze Tipps, die müde Augen wieder munter machen
Seit wie vielen Stunden sitzt du schon am Bildschirm? Melden sich deine Augen bereits mit typischen Sehstresssymptomen? Das können müde oder trockene Augen oder ein verschwommenes Sehen sein.
Mit Bildschirm meine ich nicht nur den PC im Büro, sondern natürlich auch den Bildschirm deines Handys. Die Zeit, die Menschen vor Bildschirmen verbringen, hat in den letzten Jahren immens zugenommen.
Ich stelle in meinen Seminaren oft diese Frage: ‚Wie viele Stunden eines durchschnittlichen Wochenarbeitstags verbringst du vor diversen Bildschirmen?
Oft denkt man dabei nur an den Arbeitsbildschirm.
Doch die Bildschirmzeit beginnt bei vielen schon morgens mit dem ersten Blick aufs Handy. Setzt sich beim Frühstück oder auf dem Weg zur Arbeit fort. Dann erst folgt die konzentrierte Bildschirmzeit. Und endet vielleicht abends mit dem letzten Blick auf das Handy – so kurz vorm Einschlafen.
Inhaltsverzeichnis
Wie viele Stunden sind es bei dir?
Für die Augen ist das viele Gucken in die Nähe super anstrengend. So anstrengend, dass die Zahl der Menschen, die kurzsichtig werden, stetig zunimmt. Eine Schätzung der American Academy of Ophtalmology, die ich vor kurzem gelesen habe, besagt, dass bis 2050 die Hälfte der Menschheit kurzsichtig sein wird. Eine Ursache ist die lange Bildschirmzeit. Wobei hier mit langer Bildschirmzeit bis zu 4 Stunden pro Tag gemeint sind. Bei 4 Stunden oder mehr steigt das Risiko einer Kurzsichtigkeit.
Wie gesagt, wenn ich in meinem Seminar frage, wie viel Zeit jeder Einzelne tagtäglich vor dem Bildschirm verbringt, werden 4 Stunden schon lange nicht mehr genannt. Das wäre ja ein Traum, meinte kürzlich eine Teilnehmerin.
Es sind mittlerweile – alle Bildschirme mit eingerechnet – zwischen 10 und 12 Stunden! Das ist keine Ausnahme, das ist normaler Augenalltag. Das hat natürlich Auswirkungen! Und zwar in Form von Seh– oder Augenstress.
Sehstress ist die Antwort deiner Augen auf das ständige fokussierendes Sehen. ‚Mach doch mal Pause!‘
Wie erlebst du deine Augen? Sind sie eher müde? Oder werden sie im Laufe des Tages immer trockener? Oder verschwimmt die Sicht? Oft kommen im Laufe des Tages noch Kopfschmerzen dazu. Ein verspannter Nacken ist ebenfalls ganz oft mit dabei.
Warum ist das so anstrengend?
Unsere Augen sind dafür – rein vom Organ her – gar nicht gemacht, sondern für das Gegenteil! Lange Zeit in die Ferne schauen, ein großes Blickfeld haben und bei Bedarf auf Bewegung oder etwas interessantes reagieren und das in den Fokus nehmen.
Daher mal die umgekehrte Frage:
Wie viele Stunden am Tag verbringst du draußen oder abseits von Bildschirmen und Nahsicht?
Das sind mögliche Folgen
Angestrengte Augen sind nicht nur unangenehm. Sondern es wirkt sich auf deine Produktivität aus. Du übersiehst etwas, machst Fehler oder du versuchst mit großer Anstrengung, Zahlen oder Buchstaben ganz genau zu erkennen.
Vielleicht kneifst du die Augen zusammen oder gehst mal näher an den Bildschirm ran. Keine gute Idee, denn das wirkt sich zusätzlich noch auf den Nacken aus, der sich verspannt. Welche Auswirkungen erlebst du?
Und wenn du doch vor dem Bildschirm sitzt, hier meine 3 Tipps für den Alltag. Sie brauchen wenig Aufwand und nur ein bisschen Zeit, trotzdem wirken sie!
Wobei mehr kannst du natürlich immer tun, aber wichtig ist es überhaupt einmal anzufangen!
Tipp1 – das Blinzeln
Die schnellste und kleinste Augenbelebung und Entspannung ist natürlich das Blinzeln. Bei konzentriertem Sehen reduziert sich dieser automatische Reflex auf ein Minimum. Die Augen werden weniger häufig befeuchtet – sie sitzen sozusagen auf dem Trockenen.
Mit 5-7 kleinen, schnellen Blinzelbewegungen aktivierst du gleichzeitig auch den Reflex zum Blinzeln, so dass dieser in den nächsten Minuten häufiger erfolgen kann. Wenn du sowieso schon am Blinzeln bist, kannst du zum Schluss die Augen noch für ein paar Atemzüge schließen. So hast du noch eine Minikleine Entspannung mit dabei.
Wie kann ich das einbauen?
Lass dich von meinen Ideen inspirieren – der Alltag sieht ja bei jedem etwas anders aus.
- Eine Aufgabe beendet, eine Mail verschickt? Mit ein paar Blinzlern rüber zur nächsten Mail!
- Das Telefon klingelt. Beim Griff zum Hörer gleich mal blinzeln!
- Die Ampel springt gerade auf Rot? Kein Problem, mit Blinzeln wird die Zeit überbrückt.
Tipp2 – der Fernblick
Deine Augen brauchen Abwechslung! Eine besteht darin, häufiger vom Bildschirm weg in die Ferne zu schauen. Am besten aus dem Fenster heraus! Das entspannt die Augen. Schau, was es dort draußen zu sehen gibt. Oder welche Farben besonders angenehmen sind. Möglichst weit weg in die Ferne oder zumindest soweit, wie es die Situation zulässt. Bleibe dort für 20 Sekunden, atme entspannt und kehre dann wieder zurück.
Wie kann ich das einbauen?
Lass dich von meinen Ideen inspirieren – je nachdem, wie es sich in deinem Alltag einbauen lässt.
- Eine Aufgabe ist beendet? Zeit für einen Fernblick!
- Du denkst über ein Thema oder eine Formulierung nach? Kombiniere es mit dem Fernblick!
- Du trinkst einen Schluck Kaffee oder Tee – schau dabei kurz aus dem Fenster.
Tipp3 – die Augenmassage
Eine sanfte Augenmassage tut den Augen richtig gut und entspannt gestresste Augen.. Durch die Massage rund um die Augen wird die Durchblutung angeregt und so können sich Verspannungen lösen.
Mit sanft kreisenden Bewegungen der Fingerspitzen massierst du um die Augenhöhlen herum. Mit leichtem, angenehm spürbarem Druck. Am besten startest du zwischen den Augenbrauen über die Schläfen weiter über den Rand der unteren Augenhöhle. Da besonders sanft, denn der Bereich ist besonders sensibel.
Wie kann ich das einbauen?
Lass dich von meinen Ideen inspirieren – so ist es leichter, eigene Einsatzmöglichkeiten zu entdecken.
- Die Augen fühlen sich müde an? Jetzt ist die beste Zeit für eine Massage!
- Vor oder nach der Mittagspause – nimm die ein paar Minuten Zeit dafür!
- Vor oder nach einem Videocall – denn hier sind die Augen und die Aufmerksamkeit besonders gefordert.
Warum solltest du überhaupt etwas für deine Augen tun?
Neben der stundenlangen Nahsicht sind es die vielen Reize, die unsere Augen zu verarbeiten haben. Sowohl bei der Arbeit als auch in der Freizeit. Viele und schnelle Reize (und Unterbrechungen) führen zu einer hohen Beanspruchung unserer Augen und des gesamten Seesystems. Denk nur mal an die schnellen Schnitte bei Videos, etwa auf TikTok oder Instagram. Die Werbetafeln an den Haltestellen. Bildschirme sind mittlerweile allgegenwärtig, im Supermarkt, in Straßenbahnen und in vielen anderen Bereichen.
Damit deine Augen gut mit all dem umgehen können, brauchen sie Pausen und Abwechslungen von dem, was sie die ganze Zeit tun.
Augenübungen sollten so normal und selbstverständlich sein wie das Zähneputzen.
Was tust du regelmäßig für deine Augen?
Fang doch gleich mit einem der Tipps an und schau, wie es am besten in deinen Alltag passt!
Du möchtest mehr für deine Augen tun?
Für Unternehmen biete ich seit vielen Jahren ein Augentraining mit Transferbegleitung an.
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