Warum Multitasking nicht dein Problem löst – sondern deinen Stresslevel erhöht

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Ein neues Jahr – das ist für viele mit Aufbruchstimmung verbunden: Dieses Jahr wird’s besser! Weniger Stress, mehr Gelassenheit.

Mittlerweile bist du mittendrin im Alltag – und der läuft oft anders als geplant. Viele und neue Aufgaben, der Kopf ist voll.

Als Folge springen die Gedanken von Thema zu Thema.

Am Ende bleibt das Gefühl: ich habe viel gemacht – aber wenig wirklich abgeschlossen.

Eine Aussage, die ich oft in meinen Seminaren höre:

‚Wenn so viel zu tun ist, bin ich trotz aller Vorsätze in Null-Komma-nichts wieder im Multitasking-Modus‘.

Oft mit schlechtem Gewissen oder Selbstkritik verbunden.

 

Doch Multitasking ist selten ein persönliches Versagen

Das hat wenig mit mangelnder Disziplin zu tun. Multitasking ist meist eine Reaktion auf äußere Anforderungen: permanente Erreichbarkeit, ständiger Zeitdruck, Erwartungen von innen und außen.

In Gesprächen mit Teilnehmenden höre ich dann Aussagen wie:

  • „Wenn viel zu tun ist, fange ich an, zwei oder drei Sachen auf einmal zu tun.“
  • „Ich werde ständig unterbrochen.“
  • „Ich komme einfach nicht mehr richtig rein in meine Themen, schweife ständig ab.“

Das Problem ist nicht, dass du dich nicht genug anstrengst.
Das Problem ist, wie Arbeit heute oft organisiert ist.

 

Warum der ständige Wechsel so müde macht

Was viele unterschätzen:
Es ist nicht die Menge der Aufgaben, was uns so erschöpft– es ist das ständige Umschalten.

Gedanklich bleiben wir an Themen hängen, während wir schon beim nächsten sind.

Ein Teil unserer Aufmerksamkeit klebt am Unerledigten – und fehlt genau dort, wo wir gerade arbeiten.

Das spürst du vielleicht so:

  • innere Unruhe, Ungeduld mit sich selbst
  • das Gefühl, nicht richtig da zu sein
  • mentale Erschöpfung, Unlust
Zuviel im Kopf, viele Benachrichtigungen und ein hoher Anspruch an sich selbst führt schnell ins Multitasking

Anspruch und Wirklichkeit

Eine hohe Arbeitsbelastung führt dazu, dass mehr vom Stresshormon Cortisol ausgeschüttet wird.

Um diesen ‚Pegel’ wieder zu regulieren, brauchen wir Erholung und Entspannung. Das sind Pausen gerade und erst recht im Arbeitsalltag.

Jede Form von Bewegung, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

Denn Stress wirkt – gerade jetzt in der kalten Jahreszeit – negativ auf das Immunsystem. Die Motivation, in der Mittagspause rauszugehen, ist eher gering.

Man bleibt lieber im Warmen. Wenn dann etwa noch zu wenig Schlaf dazukommt, steigt die Anfälligkeit für Infekte.

Konzentration scheitert dann nicht am Wollen, sondern an vielfältigen Rahmenbedingungen.

Fokus ensteht nicht durch noch Mehr-Tun, sondern durch Weglassen

Was kannst du tun? Oft höre ich den Wunsch nach noch mehr Effizienz – mehr Methoden, Techniken, Tools.

Doch Fokus entsteht nicht durch Mehr, sondern durch bewusstes Reduzieren.

Zum Beispiel durch:

  • klare Zeitfenster ohne Unterbrechung
  • das bewusste Abschalten von Push- und Mail-Benachrichtigungen
  • das sichtbare Signalisieren: Ich bin (aktuell) nicht verfügbar

Nicht alles auf einmal tun – das überfordert unser Gehirn auf Dauer.
Sondern eins nach dem anderen. Mit Zeit zum Durchatmen und gedanklichem Aufräumen zwischendrin.

 

Pausen sind kein Luxus, sondern eine Voraussetzung

Viele verbinden Konzentration mit Durchhalten – noch mehr vom Gleichen, noch schneller. Das ist ein Denkfehler.

Konzentration braucht den Wechsel zwischen

  • Phasen der Aufmerksamkeit
  • Phasen der Erholung

Kurze, bewusste Pausen helfen dem Gehirn, wieder Klarheit zu gewinnen.
Eine Pause nicht als Belohnung am Ende – sondern als bewusster Teil des Arbeitens.

 

Ein kleiner Impuls für den Alltag

Wenn du etwas verändern möchtest, fange klein an.

Zum Beispiel:

  • eine Fokus-Phase am Tag
  • Dauer 20 bis 30 Minuten
  • mit einer Aufgabe verbunden,
  • bei der du nicht (!) unterbrochen wirst.

Nicht mit dem Anspruch, alles sofort anders zu machen. Das klappt sowieso nicht und das weißt du natürlich.

Sondern mit der Haltung: Ich probiere aus, was mir guttut.

Weniger gleichzeitig zu tun führt zu mehr Fokus, weniger Fehler und weniger Erschöpfung.

 

Konzentration beginnt im Kopf – vor allem im Umgang mit dir selbst

Der Dezemberartikel handelte von Achtsamkeit: vom Wahrnehmen, vom Innehalten, vom Raum schaffen.

Genau dort beginnt die Konzentration.
Nicht als Technik, sondern als Haltung:

  • weniger Reize
  • weniger gleichzeitige Ansprüche
  • mehr Klarheit darüber, was jetzt dran ist

Vielleicht geht es in diesem Jahr nicht darum, noch mehr zu schaffen.

Sondern darum, klarer zu arbeiten – mit weniger innerem Druck. Mit Zeit und Raum zum Durchatmen – mitten im Alltag.

Gerade da.

Eine, besser mehrere Mini-Regenerationen, um am Arbeitsende noch Energie für das zu haben, was dir gut tut.

Probiere es diese Woche aus:

Plane dir eine 30-Minuten-Fokus-Phase ein – nur eine Aufgabe, keine Unterbrechungen.

Plane dir kleine Pausen ein – mit ein paar Minuten erreichst du schon viel!

Und dann schreib mir gerne: Wie war’s? Ich bin gespannt auf deine Erfahrung.

Wenn du weniger Multitasking und mehr Platz für das, was dir wichtig ist, erreichen möchtest:

Hier kannst du einen Termin für ein kostenfreies Erstgespräch vereinbaren.